Inszenierung des Jahres 2016/17
"Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach, Regie von Christian Poewe


Inszenierung des Jahres im Meininger Staatstheater war in der Spielzeit 2016/17 die Oper „Hoffmanns Erzählungen“ in der Regie von Christian Poewe.

Christian Poewe wurde 1974 im Schleswig-Holsteinischen Rendsburg geboren. Er machte eine Ausbildung zum Schauspieler an der damaligen Westfälischen Schauspielschule Bochum (jetzt Folkwang Universität Essen) und arbeitete sechs Jahre lang an verschiedenen deutschen Theatern in diesem Beruf.  Seine von jeher intensive Beschäftigung mit Musik und der Wunsch, selbst Theater und Szene zu gestalten, brachten ihn dazu, seinen Berufsweg als Regisseur im Musiktheater weiter zu gehen. Nach einer Zeit als Regieassistent, während der er Gelegenheit hatte, mit prägenden Regiepersönlichkeiten wie Andreas Kriegenburg und Vera Nemirova zusammen zu arbeiten, ist er seit 2009 freischaffend als Regisseur tätig.

Poewe inszenierte sowohl Werke des zentralen Opernrepertoires wie „Die Zauberflöte“, „La Bohème“, „Der Freischütz“, „La Traviata" als auch zeitgenössisches Musiktheater wie „Through Roses“ von Marc Neikrug oder Werke von Judith Weir, Aribert Reimann und Peter Maxwell Davies. Ein weiteres Tätigkeitsfeld und eine Herzensangelegenheit ist ihm die Ausbildung junger Sängerinnen und Sänger im szenischen Bereich. Hier hatte er u.a. eine Gastprofessur an der Kunstuniversität in Graz inne und hat z. Zt. Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.

Des Weiteren übersetzt er Musiktheaterstücke ins Deutsche.

Christian Poewe lebt in Berlin.

Für seine Inszenierung von "La Traviata" erhielt er bereits in der Spielzeit 2014/15 die Auszeichnung "Inszenierung des Jahres".

 

Die Handlung der Oper ist Geschichten des Dichters E.T.A. Hoffmann entnommen. Die Inszenierung schafft es, die phantasievolle Handlung ideenreich und mit unglaublich beeindruckenden szenischen Einfällen auf die Bühne zu bringen. Jeder der drei Mittelakte entfaltet sein ganz eigenes Flair und lässt die Zuschauer staunen. So entsteht eine große Spannung, die den ganzen Opernabend hindurch trägt. Zwar ist Hoffmann kein Opernheld, er scheitert ja regelmäßig, dennoch wird man von dieser Figur und der in seinen Begleiter Nicklausse verwandelten Muse fasziniert. Diese Faszination hält bis zum Schluss an,  wenn Muse und alle im Laufe der Handlung aufgetauchten Charaktere Hofmann zurufen: „Macht die Liebe auch groß, macht noch größer der Schmerz.“ Mit vielen Erfahrungen reicher, aber ohne Illusionen wendet er sich wieder seiner Dichtkunst und dem Alkohol zu.

Erfreulicherweise hat man sich in dieser Inszenierung für eine neue Bearbeitung auf der Basis der Ausgabe von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck entschieden.

Neben der großartigen Leistung des Regisseurs sind auch Dirigent Chin-Chao Lin, die Künstler auf der Bühne, Chor und die Hofkapelle Garanten für ein ergreifendes Theatererlebnis. Zu nennen sind auch das Bühnenbild von Christian Rinke und die Kostüme von Tanja Hofmann, die zu Recht für Hoffmanns Erzählungen bei der Wahl der „Kostümbildnerin des Jahres“ der Zeitschrift Opernwelt genannt wurde.

 

Trailer zu der Produktion bei youtube 

Bericht RENNSTEIG.TV


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