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Manuel Brug und Jens Neundorff von Enzberg (c) Oper! Award
Manuel Brug und Jens Neundorff von Enzberg (c) Oper! Award

Oper! Award 2024 für „Ivan IV“

Opernmagazin Oper! zeichnet Staatstheater Meiningen bei Gala in Amsterdam für die „beste Wiederentdeckung“ aus

 

Große Ehre für das Staatstheater Meiningen: Bei den Oper! Awards 2024 das Fachmagazins „Oper!“ im Opernhaus Amsterdam wurde am Montagabend die Inszenierung „Ivan IV“ in der Kategorie „Beste Wiederentdeckung“ ausgezeichnet. In der Begründung der ausschließlich aus Musikjournalisten bestehenden Jury heißt es:

 „Ausgerechnet zum ersten Jahrestag des Ukrainekriegs gab es am mutigen Staatstheater Meiningen die Deutsche Erstaufführung von George Bizets Iwan der Schreckliche, oder Ivan IV. Das war schon länger geplant, machte aber Sinn, weil Regisseur Hinrich Horstkotte in einem historischen Ambiente kreativ adaptierte. Und so bekam ein spannendes, klanglich interessantes Stück, für das die Operngeschichte bisher wenig übrig hatte, eine ganz neue Dringlichkeit. Einige Minuten Musik erlebten dabei zudem ihre Uraufführung – was wieder einmal zeigt, wie neugierig man gerade in der vermeintlichen Provinz ist.“

 

„Außerordentliches Stück Operngeschichte“

Intendant und Operndirektor Jens Neundorff von Enzberg zeigte sich bei der Übergabe des Preises durch Laudator und Musikkritiker Manual Brug hoch erfreut: „Bedanken möchte ich mich bei der Jury und vor allem bei Georges Bizet, der uns diese wunderbare und wichtige Oper geschenkt hat, die wir in einer Zeit uraufgeführt haben, in der die Realität von der Fiktion überholt wurde.“ Weiter: „Ich möchte mich ebenso beim Staatstheater Meiningen für die Realisierung bedanken und ganz besonders bei Regisseur und Ausstatter Hinrich Horstkotte, der diese Ausgrabung konsequent unaufgeregt und sehr phantasievoll auf die Bühne gebracht hat. Ich wünsche diesem außerordentlichen Stück Operngeschichte viele gute und diskussionswürdige Aufführungen.“

 

Das Unbekannte und Ungewöhnliche zeigen

Georges Bizets erstmals vollständig szenisch aufgeführte Grand Opera über den russischen Zaren Ivan IV. kam am 24. Februar 2023 am Staatstheater Meiningen zur Deutschen Erstaufführung. Für Regie wie Ausstattung zeichnete Hinrich Horstkotte verantwortlich. Seine Inszenierung von „Ivan IV“ wurde zuvor bereits in mehreren Kritikerumfragen zur Spielzeit 2022/2023 lobend herausgestellt.

 

Neben bekannten Werken immer wieder auch das Unbekannte, das Ungewöhnliche zu zeigen, ist eine Linie, die Intendant Jens Neundorff von Enzberg mittlerweile in der dritten Spielzeit am Staatstheater Meiningen verfolgt – mit einem großen Zuspruch seitens der Zuschauer wie auch des überregionalen Feuilletons. Das begann 2021 mit Händels „Amadigi di Gaula“ – übrigens auch inszeniert und ausgestattet von Hinrich Horstkotte –, setzte sich mit den Wiederentdeckungen von „Santa Chiara“ und „Ivan IV“ fort und wird auch in dieser Spielzeit mit Wagners selten gespieltem Jugendwerk „Die Feen“ und der Uraufführung des Opernauftragswerks „Gespenster“ (Uraufführung: 23.02.2024) weitergeführt.


Foto: Marie Liebig
Foto: Marie Liebig

Theaterförderverein „Meininger Theaterfreunde e.V.“ ermöglicht kostenfreien Theaterbesuch für Hunderte Kinder

Für das Junge Staatstheater, die Kinder- und Jugend-Sparte des Staatstheaters Meiningen, gab es im Dezember eine besonders schöne Bescherung: Die Theaterfreunde, der Förderverein des Hauses, überreichte Intendant Jens Neundorff von Enzberg eine Spende in Höhe von 10.000 Euro, die dem jungen und jüngsten Publikum zugutekommen solle. Mit einem Teil des gespendeten Betrags soll sozial benachteiligten Kindern ein Theatererlebnis ermöglicht werden. Das Junge Staatstheater wird mehrere kostenfreie Gastspiele der Puppenspiel-Inszenierung „Tritratrulla, die Polizei ist auch schon da“ geben – für insgesamt 356 Kinder. Das interaktive Kasperstück ist für Kinder von 3 bis 6 Jahren geeignet.

Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Hortgruppen, aber auch Tagesmütter oder Vereine, können sich bis zum 31. Januar 2024 mit einer kurzen Begründung melden, warum ihre Kinder besonders förderwürdig sind. Zuschriften senden Sie bitte an puppentheater@staatstheater-meiningen.de mit einem telefonischen Kontakt sowie der voraussichtlichen Zahl der Kinder.

Sollte es mehr Anmeldungen geben, als Plätze vorhanden sind, wird die Teilnahme ausgelost.

Das Staatstheater Meiningen freut sich auf Zuschriften!

 


Liebe Theaterfreunde,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Unterstützung im zurückliegenden Jahr. Für das neue Jahr 2024 wünschen wir Ihnen alles Gute und weiterhin ein Feuerwerk an tollen Theatererlebnissen!

Dank Ihrer Großzügigkeit und Verbundenheit konnten wir sage und schreibe 10.000 Euro an das Staatstheater Meiningen spenden. Der Betrag wird 2024 der Sparte Junges Staatstheater zu Gute kommen.

 

Für das Theater war  2023 ein höchst erfolgreiches Jahr - künstlerisch und auch hinter den Kulissen. Wagen wir einen (unvollständigen) Rückblick:

Im Januar fand die feierliche Übergabe der Immobilie Kammerspiele durch die Stadtwerke an das Staatstheater statt - ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Bespielung der Studiobühne.

Sie, liebes Publikum, wurden erst auf die "shortlist" zum „Publikum des Jahres 2022“ nominiert und gewannen den Preis dann sogar! Zu Schillers "Maria Stuart" fand die Matinee im Theatermuseum vor historischer Kulisse statt und verdeutlichte die intensivierte Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen der Kulturstitfung Meiningen-Eisenach. Keine Scheu gab es vor brennenden gesellschaftlichen Themen, zum Beispiel als mit "Wutschweiger" das Thema Kinderarmut im Jungen Theater behandelt wurde.  Schon bei der Kostprobe (öffentliche Probe) zur Uraufführung "Alte Sorgen" zeigt sich, dass das Stück über Pflege und Alter einen Nerv der Zeit getroffen hat, die ausverkauften Vorstellungen fanden teils sogar ausschließlich vor Pflegepersonal statt.  Zum Abschluss der "Bohème"-Vorstellungsserie gaben Intendant Jens Neundorff von Enzberg und Malerfürst Markus Lüpertz eine gemeinsame Einführung, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder saß begeistert im Publikum. Solidarität zeigte das Staatstheater mit den Opfern des furchtbaren Erdbebens in der Türkei durch ein Benefiz-Konzert in den Kammerspielen. Und dann: Riesiger Presseauflauf für eine Ausgrabung: Die Opernpremiere  von "Ivan IV" lockt Publikum und Journalisten aus ganz Deutschland nach Meiningen – der MDR schneidet mit und strahlt aus. Brecht feiert 2023 seinen 125. Geburtstag, das Staatstheater ehrt ihn mit der Premiere der "Dreigroschenoper" im März 2023. Im selben Monat stellt das Staatstheater Meiningen seinen neuen Spielplan 2023/24 im Riesensaal des Schlosses Elisabethenburg vor – damit verbunden: der erste öffentliche Auftritt des neuen Generalmusikdirektors Killian Farrell, der mit seinem profunden Wissen, Witz und jugendlichem Charme begeistert – zahlreiche erfolgreiche Premieren und Sinfoniekonzerte sollen unter seinem Dirigat in der zweiten Jahreshälfte folgen. Außerdem feiert die Meininger Hofkapelle ihr 333. Bestehen. Im April feiert "Messias" als szenisches Oratorium Premiere – und wird von den Theaterfreunden prompt zur „Inszenierung des Jahres“ gekürt. Im Schauspiel folgt auf Molières "Menschenfeind" die "Extrawurst", bei der der Austausch mit dem Publikum im Anschlsus beim Grill wunderbar funktionierte. ThüringenTag in Schmalkalden! Das Staatstheater nimmt im Juni am Festzug teil und der Intendant marschiert als Theaterherzog mit. Die "Salome"-Premiere überrascht mit einer Inszenierung im Boxring. Zum Saisonabschluss übernehmen erst Schüler:innen mit den Südthüringischen Schultheatertagen die Herrschaft mit ihrer „Kommune23“, direkt gefolgt vom traditionellen Sommerfest zum Motto "Saturday Night Fever". Zur neuen Spielzeit starteten wir bei schönstem Sonnenschein mit dem Theaterfest und begrüßten einen neuen Chordirektor: Roman David Rothenaicher folgt auf Manuel Bethe. Schlag auf Schlag dann die ersten Premieren: Wagners selten gespieltes Werk "Die Feen" lockt Fans aus ganz Deutschland an die Werra. Im Schauspiel konnte kein geringerer als Andreas Kriegenburg für die Regie von "Hamlet" gewonnen werden. In den Kammerspielen werden zwei Stücke zu Publikumsmagneten, die unendliche Wartelisten füllen: "Asyl im Paradies" über das Leben und Wirken von Tamara Danz und "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel" über drei Diktatorengattinen. Letzteres Stück wurde sogar von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht, der im Herbst  seinen Amtssitz für drei Tage nach Meiningern verlegte. Viel Ästhetik und Herzenswärme im Puppentheater mit "Pu der Bär" - ebenfalls im Rautenkranz verzaubern der "Zinnsoldat und die Papiertänzerin" das Junge Publikum. Die Junge Musik ist "Mit Reger unterwegs". Philipp M. Krenn versetzt die "Hochzeit des Figaro" mit unbändigem Humor in ein Büro der 1960er Jahre, während "Die Schöne und das Biest" als Weihnachtsmärchen nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen. Mit "Wer Wind sät" beweist die Schauspielsparte ein weiteres Mal, dass sie ein Händchen für Ur- und Erstaufführungen am Puls der Zeit hat. Zum Operetten-Klassiker "Die Fledermaus" konnte Thorsten Merten als "Frosch" gewonnen werden, die Hofkapelle lässt zu Weihnachten mit einem Sinfoniekonzert das Konzertjahr ausklingen. ... und all das war nur ein Auszug aus einem prallen Theaterjahr!

Alles Gute und auf eine Neues!

 


 Meininger Theaterfreunde spenden 10.000 Euro für das

Junge Staatstheater

 

Die Publikumsreihen in den Kammerspielen waren schon bis auf den letzten Platz gefüllt, die Musiker der Hofkapelle, Puppenspieler Falk P. Ulke und Orchesterdirektor Alexander John schon bereit für den Auftritt "Mit Reger unterwegs" ... Da betraten Intendant Jens Neundorff von Enzberg und Joanna Izdebski, Vorsitzende der Theaterfreunde, die Bühne, um eine wunderbare Nachricht zu verkünden: Der Förderverein der Meininger Theaterfreunde überreicht der Sparte Junges Staatstheater einen Scheck über 10.000 Euro!
Verwendung findet das Geld, um jungen Menschen den Zugang zum Theater zu ermöglichen, deren Eltern nicht so finanzstark sind wie andere. Auch in Werbemaßnahmen, Trailer und das Erscheinungsbild des Jungen Staatstheaters wird investiert werden.

Dankend nahm die Leitung der Jungen Musik, Susanne Tenner-Ketzer und Alexander John, die Spende entgegen. Zum Foto gesellten sich direkt noch Schüler:innen aus dem Publikum.

 

Foto: Sigrid Nordmeyer


»Wild Christmas« (c) C. Iberl
»Wild Christmas« (c) C. Iberl

Weihnachtsgeschenk-Abo

Ein Schnupper-Abo - für Sie selbst oder zum Verschenken!

Das »Weihnachtsgeschenk-Abo« beinhaltet 4 Vorstellungen im opluenten Großen Haus des Staatstheaters Meiningen - darunter Schauspiel, Ballett, Filmkonzert und Operette.
Für nur 96 Euro reisen Sie ins Berlin von 1989 (»Good Bye, Lenin!« / Schauspiel), werfen einen Blick ins Moulin Rouge (»Paris, Paris - Spectacle de Variété« / Ballett), hören zauberhaft-galaktisch-monumentale Klänge beim Filmmusikkonzert »Movie Time« mit Soundtracks von »Ben Hur«, »Harry Potter« oder »Star Wars« und werden schließlich auf einen extravaganten Kostümball voller Amüsement entführt, bei dem der bekannte Schauspieler Thorsten Merten als Slivovitz-getränkter Zellenschließer »Frosch« sein Meininger Rollendebüt geben wird (»Die Fledermaus« / Operette).

Spekulatius im Oktober zu kaufen, mag sich noch komisch anfühlen, für Theaterkarten aber gibt es ausschließlich richtige Jahreszeiten.

Weihanchtsgeschenk-Abos sind an der Theaterkasse und unter Tel. 03693-451 222 erhältlich!


»Die Fledermaus« - Premiere 8.12.2023 im Großen Haus 

Johann Strauß’ Operettenkönigin ist in Meiningen mit Stargast Thorsten Merten zu sehen


Bis heute gilt Johann Strauß, „Fledermaus“ als der Inbegriff der Wiener Operette. Und besonders heute hat es das Genre Operette schwer. Ihre Figuren fegen leichtfüßig die Probleme der Welt hinweg, verbiegen sich in abstrusen Geschichten, deren Logik bewusst auf der Strecke bleibt – aber sie singen hinreißend. Tatsächlich erfüllt gerade „Die Fledermaus“ sämtliche Parameter berechtigter Operettenkritik in Reinkultur: Fast jede und jeder schlüpft in eine andere Rolle, erfindet Szenarien um die eigene Person so perfekt, dass diese am Ende selbst fast geglaubt werden, kurz: Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Dass das Publikum dabei stets das Privileg des Eingeweihten beim Konstruieren von Halb- und Unwahrheiten genießt, erhöht den Spaß am Theater beträchtlich.

 

Erleben Sie eine einzigartige Melange aus klingendem Walzer, feurigem Csárdás, rauschenden Bällen und prickelndem Champagner, bei welcher zudem der bekannte Schauspieler Thorsten Merten als Slivovitz-getränkter Zellenschließer Frosch sein Meininger Rollendebüt geben wird!

 

Tickets unter Tel. 03693-451 222 oder direkt hier


Szenenfoto aus „Salome“ (c) Michael Reichel
Szenenfoto aus „Salome“ (c) Michael Reichel

10-Euro-Tickets für „Salome“

am Freitag, 24.11.2023, ab 19.30 Uhr, Großes Haus

 

Viermal in der Spielzeit kosten die Karten auf allen Plätzen im Großen Haus des Staatstheaters Meiningen nur 10 Euro. „Joker-Vorstellungen“ nennen wir diese besonderen Termine und der nächste ist am:

Freitag, 24.11.2023, 19.30 Uhr: „Salome

 

Die Karte für nur 10 Euro erhalten Besucher an der Theaterkasse unter der Telefonnummer 03693-451222 oder über die Internetsete www.staatstheater-meiningen.de.

 

Viel Freude bei dieser besonderen Inszenierung, bei der das Musikdrama von Richard Strauss in einen Boxring verlegt ist!

 


Herzliche Einladung zu: »Theaterfreunde treffen ...«  am Freitag, 17.11.2023 um 17.00 Uhr im Ernestiner Hof

(Ernestiner Str. 9, Meiningen)

 

Schauspieler und TheaterFreunde-Vorstand Michael Jeske wird das beliebte Format moderieren und Sie werden Gelegenheit haben mit Killian Farrell, dem neuen Generalmusikdirektor und mit Herrn Alexander John,  Orchesterdirektor der Meininger Hofkapelle und Leiter der Sparte „Junge Musik“ ins Gespräch zu kommen. 

 

Gerne möchte ich Sie außerdem auf einen Höhepunkt der Spielzeit 2023/24 hinzuweisen: am 2. + 3. Februar 2024 findet ab 19:00 Uhr der Bühnenball des Staatstheaters unter dem Motto „Wie im Märchen“ statt. Wir haben für unsere Mitglieder einige Tickets für den Bühnenball reserviert. Auch wenn der Verkauf bereits begonnen hat, möchten wir Sie bitten, bei Interesse Ihre Tickets zu sichern. Es erwarten uns zwei unvergessliche Abende.


Ihre Joanna Izdebski

 


Foto: Sigrid Nordmeyer
Foto: Sigrid Nordmeyer

Inszenierung des Jahres 2023: »Messias«

 

Unsere Mitglieder waren aktiv daran beteiligt, den Preis für die »Inszenierung des Jahres" zu wählen, und wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie sich mit großer Mehrheit für den „Messias“ in der Regie von Johannes Pölzgutter entschieden haben. Wir möchten allen Mitgliedern danken, die sich die Zeit genommen haben, teilzunehmen und ihre Lieblingsinszenierung auszuwählen. Die Sonntagspremiere der Inszenierung „Die Hochzeit des Figaro“, am Sonntag, dem 29.10.2023 um 18:00 Uhr, nahmen wir zum Anlass, die Auszeichnung „Inszenierung des Jahres“ an das von Ihnen ausgewählte Regieteam zu überreichen.

Landrätin Peggy Greiser (zugleich stellvertr. Vorsitzende des Zweckverbands Rhön-Rennsteig Sparkasse) überreichte den Scheck über 2.500 Euro an Regisseur Johannes Pölzgutter und Bühnenbildner Michael Lindner. (Kostümbildnerin Katharina Heistinger war leider verhindert). Intendant Jens Neundorff von Enzberg fand lobende Worte zur ungewöhnlichen Inszenierung, die ein Oratorium mit viel Phantasie auf der Bühne szenisch lebendig werden ließ. TheaterFreunde-Vorsitzende Joanna Izdebski hatte die gerahmte Urkunde parat, die fortan die Wand der Sektbar im Vestibül zieren wird und zu guter Letzt gab es von Ulrike Kästner Zacherl (Intendanz-Assistentin und im Vorstand der TheaterFreunde) zwei Flaschen Bordeaux für das sichtlich erfreude Regieteam. Wir gratulieren herzlich!

 


Rückblick auf das Theaterfest 2023

An einem klaren und lebendigen September-Tag erstrahlte die Stadt Meiningen in der Energie des jährlichen Meininger Theaterfests. Unter den zahlreichen Ständen, Aufführungen und Enthusiasten stach ein Stand besonders hervor - der Stand des Meininger TheaterFreunde Vereins.

 

Der Stand selbst pulsierte vor Aufregung, es war ein Treffpunkt der Gedanken und verschiedene Diskussionen, was einen lebhaften Austausch unter den Mitgliedern förderte und die Vergangenheit und Zukunft des Theaters hervorgehoben hat.

 

Der Meininger TheaterFreunde Verein ist bereits seit 1990 ein treuer Partner des Meininger Theaters und hat im Laufe der Jahre zahlreiche Unternehmungen des Theaters unterstützt. Diese langjährige Partnerschaft und das gemeinsame Engagement für die Kunst und Kultur haben das Theaterleben in Meiningen maßgeblich bereichert und werden auch in Zukunft weiterhin eine bedeutende Rolle spielen.

 

 

Als die Sonne am Ende eines erfolgreichen Tages auf dem Festival unterging, bereicherte der Meininger TheaterFreunde Verein das Fest mit einer aufregenden Tombola, bei der großartige Preise zu gewinnen waren. Unter den glücklichen Gewinnern wurden 3 FLEXIABOS im Wert von je 200€ und 2 Jugendtheater ABOS im Wert von je 74€ verlost. Diese großzügigen Preise trugen dazu bei, die Begeisterung für das Theater und die Unterstützung des kulturellen Erbes der Stadt Meiningen weiter zu fördern.

 

Es war ein gelungener Tag und Wir freuen uns darauf, neue Mitglieder im Verein willkommen zu heißen und die gemeinsame Leidenschaft für das Theater zu teilen.

 

 

Im Bild zu sehen sind Vorstandsmitglieder: Michael Jeske, Christiane von Stein, Cornelia Fräßle, Joanna Izdebski und Landrätin Peggy Greiser

 


Shin Taniguchi als Jochanaan, Foto: Jonas Dahl
Shin Taniguchi als Jochanaan, Foto: Jonas Dahl

»Salome« - Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss
- Exklusive Plätze auf der Bühne –

 

 „Schreckliches wird geschehen“, verspricht ein Page – und er soll Recht behalten. Bereits Oscar Wildes Vorlage führt anhand der biblischen Episode um die judäische Prinzessin Salome ein dekadentes Sittengemälde des Fin-de-Siècle vor, in dem eine morbide Gesellschaft übersättigt zerfällt: Inmitten eines Umfelds, das keinerlei moralische Grenzen mehr kennt, ist die exzentrische Salome von der Askese des von Stiefvater Herodes gefangenen Propheten Jochanaan fasziniert. Um seinen Widerstand zu brechen, treibt sie ihre erotischen Verführungskünste bis zur Ekstase – doch der Unberührbare verweigert sich. Zum Äußersten getrieben, fordert Salome als Preis für einen orgiastischen Tanz den Kopf des Jochanaan von Herodes. Voller Entsetzen befiehlt dieser das grausame Opfer. Entseelt küsst Salome den Mund des Gerichteten und bezahlt mit dem Leben.

 

 

Mit schillernd-irisierenden Farben, einem motivischen Geflecht, das seine Fäden von reiner Unschuld bis zu lasziver Perversion spinnt, sprengt Richard Strauss tonale Konventionen, schafft eine expressionistische Klangwelt und provozierte mit der Dresdner Uraufführung 1905 einen handfesten Skandal. Gleichzeitig verschaffte „Salome“ dem Komponisten schlagartig den internationalen Durchbruch.

 

Das für Meiningen geschaffene Bühnenbild von Susanne Gschwender und die Kostüme Clara Hertels spielen mit Anleihen an die biblische Legende bis zu eindeutigen Accessoires der Gegenwart. Da das opulente Orchester unter Harish Shankar hinter der Szene Platz findet, erleben die Zuschauer:innen das Bühnengeschehen greifbar nah. Und 20 Plätze werden direkt auf der Bühne – rechts und links eines Boxrings auf dem Orchestergraben vergeben! Genießen Sie das Privileg dieser Unmittelbarkeit, erfreuen Sie sich daran, gesehen zu werden, ohne selbst spielerisch oder singend tätig werden zu müssen. Erleben Sie Bühnenaufbauten und den Schlagabtausch mit dem Propheten aus nächster Nähe und teilen Sie die Perspektive der Künstler:innen.

 

Anmeldung und Kauf der exklusiven Bühnenplätze (à 15 Euro) an der Theaterkasse, telefonisch 03 693 / 451 222 oder per Mail: kasse@staatstheater-meiningen.de

 


Öffentliche Probe "Extrawurst"

Komödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

Herzliche Einladung zum Probenbesuch der Grill-Komödie "Extrawurst" am Montag, 08.05.2023 um 19:00 Uhr in den Kammerspielen!

 

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. So war es lange Zeit. Und heute? Kann bereits eine harmlose Grillwurst Anlass zu einer gesellschaftspolitischen Debatte geben. So geschieht es zumindest bei der Vereinssitzung des örtlichen Kleinstadt-Tennisclubs, als Tennis-As Melanie für ihren türkischstämmigen Spielpartner Erol einen Zweitgrill für Halal-Wurst beantragt. Rasch wird die Diskussion immer persönlicher, und auf einmal stehen gewichtige Fragen im Raum: Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Spielt Religionszugehörigkeit auch im Sport eine Rolle? Geht die deutsche Bratwurst über alles? Und was bitte sind „theoretische Muslime“? Deutsche und türkische Macho-Allüren prallen aufeinander wie sonst nur die Bälle beim Gemischten Doppel. Als schließlich sämtliches Porzellan zerschlagen ist, geht die Frage ans Publikum: Wie würden Sie entscheiden?

Mit der temporeichen Komödie „Extrawurst“ hat das Comedy-Erfolgsduo Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob („Stromberg“) das Stück der Stunde geschrieben. Mit pointensicherem Gespür sorgen die beiden Autoren dafür, dass sowohl eingefleischte Traditionalisten als auch selbsternannte Gutmenschen ihr Fett abkriegen, ohne dass es dabei allzu bierernst zugeht.

 

 

Bitte einfach an der Pforte melden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Nach 33 Jahren als Schatzmeister des Fördervereins wurde der Mellrichstädter Horst Zoch zur Jahresmitgliederversammlung von der Vorsitzenden Joanna Izdebski und dem Meininger Bürgermeister Fabian Giesder verabschiedet. Foto: Carola Scherzer
Nach 33 Jahren als Schatzmeister des Fördervereins wurde der Mellrichstädter Horst Zoch zur Jahresmitgliederversammlung von der Vorsitzenden Joanna Izdebski und dem Meininger Bürgermeister Fabian Giesder verabschiedet. Foto: Carola Scherzer

Theater und Verein bleibt der langjährige Schatzmeister treu

Von Carola Scherzer

 

Horst Zoch, der Schatzmeister des Vereins Meininger Theaterfreunde, ging in den Ruhestand. 33 Jahre waltete der ehemalige Direktor der Volksbank Mellrichstadt über die Kasse des Fördervereins. Dem Theater und dem Verein will der 83-Jährige die Treue halten.

Lebhaft erinnert sich der Mellrichstädter an den 10. November 1989, einen Tag nach der Grenzöffnung. „Als ich früh in die Volksbank kam, sagte ich zu meinen Mitarbeitern: Wir haben neue Kunden.“ Da die Gemeindeverwaltung mit der Ausgabe des Begrüßungsgeldes überfordert war, haben die Banken sie unterstützt. „Wir hatten gar nicht so viele kleine Scheine, um bei der Geldausgabe den Andrang zu bewältigen“, schildert der Volksbank-Chef das Problem. „Die Leute haben das Geld anschließend im Edeka ausgegeben und abends haben wir es von dem Einkaufsmarkt zurückbekommen.“

Der Volksbank-Direktor Horst Zoch, der immer das Maßbacher Theater besucht hatte, wechselte nach der Grenzöffnung zum Meininger Theater. „Wir wollten aber auch eine neue Filiale gründen. Die erste Meininger Volksbank eröffneten wir in einem Hinterzimmer der heutigen VR-Bank in der Wettiner Straße. Während der Baumaßnahme zogen wir in die ehemalige Handwerkskammer in der Neu-Ulmer-Straße um.“ Dieser Ort erwies sich für den späteren Schatzmeister des Theaterfördervereins als günstig. „Ich lernte viele Handwerksbetriebe, Firmeninhaber und Geschäftsleute kennen, die unsere Sponsoren wurden.“

Im September 1990 kam es zur Gründung des Vereins Meininger Theaterfreunde. Den Vorsitz übernahm der damalige Verwaltungsrichter Thomas Michel. Schatzmeister wurde der Filiale-Leiter der Deutschen Bank, der aber schon wenige Wochen später sein Amt an Horst Zoch weitergab. Im Jahr darauf wurde der Mellrichstädter Unternehmer Heinrich Reich Vorsitzender des Theaterfördervereins. „Er war Mitglied der Industrie- und Handelskammer in Schweinfurt und konnte dort neue Mitglieder und vor allem große Sponsoren gewinnen“, blickt der Schatzmeister zurück. Auch viele ehemalige Meininger, die in den Westen gegangen waren, meldeten sich bei ihm, um Geld fürs Theater zu spenden.

„Wie viel Geld war in den 1990er-Jahren in der Kasse des Vereins Theaterfreunde?“, will ich wissen. Horst Zoch weicht mir aus, spricht stattdessen über die Ein- und Ausgaben und nennt August Everding, der seine gesamte Gage für seine „Meistersinger“ spendete. Der Verein selbst organisierte viele Spendenaktionen, unter anderem für den Kauf der neuen Stühle im Zuschauersaal sowie für den Verkauf der alten Bühnenbretter und des alten Theatervorhangs.

Mit den Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Verkäufen unterstützte der Theaterförderverein den Einbau der neuen Orchestermuschel, den Kauf von Instrumenten, des neuen Theatervorhangs, der Stühle für die neuen Kammerspiele, die Herausgabe von Theaterpublikationen, Inszenierungsarbeiten und vieles mehr.  „Wir dienten sozusagen immer als Lückenfüller zwischen dem vorhandenen Etat und dem was darüber hinaus gebraucht wurde“, konstatiert der Schatzmeister. Eine gute Zusammenarbeit mit der Theaterverwaltung war ihm wichtig.

Besonders genossen haben die Zochs die Premieren. „Unsere Coburger und Maßbacher Theaterbesuche haben wir aufgegeben und ein Premieren-Abo für die Fremdenloge abgeschlossen. Seither sind wir regelmäßig ins Meininger Theater gefahren“, so die beiden Theaterfreunde. Die anschließenden Premierenfeiern mit den Künstlern blieben in schöner Erinnerung. „Die familiäre Atmosphäre hat uns gefallen. Zur Tradition gehörte, dass immer ein Künstler ein selbst angerichtetes Essen mitbrachte.“ Unvergesslich ist für die Zochs auch die Begegnung mit dem kasachischen Botschafter und dessen Gattin zur Premiere der kasachischen Oper „Abai“, die Ansgar Haag inszeniert hatte.     

„Wir haben bewegende Zeiten und ein Stück Meininger Theatergeschichte hautnah miterlebt“, freuen sich Horst Zoch und seine Frau Maria. Die Zeiten haben sich über die Jahre verändert. Heute werde mehr „ellenbogenmäßig gearbeitet“, bedauert der ehemalige Volksbank-Chef. Nach der Fusionierung der Mellrichstädter Volksbank und Raiffeisenbank ging er 1997 in den Vorruhestand. Umso intensiver widmete er sich seither der „Bank“ des Vereins der Theaterfreunde. „Ich war zu den Jahresversammlungen nie krank. Und die Kasse hat immer gestimmt!“, betont der langjährige Schatzmeister stolz.

Nach 33 Jahren sei es nun an der Zeit gewesen zurückzutreten. „Aber unser Theaterabo mit dem Logenplatz und die Mitgliedschaft im Verein behalten wir“, tröstet sich der 83-jährige Mellrichstädter.

 


Einladung zum Probenbesuch der Komödie „Menschenfeind“

 

Was für ein notorischer Nörgler, dieser Menschenfeind in Molières gleichnamiger Komödie! Ab dem 12. Mai steht das berühmte Stück auf dem Spielplan. Und wie immer, wenn es um Komödie geht, kommt es aufs Timing an, auf wohlgesetzte Pointen. Daher lädt das Team um Regisseur Sebastian Schug ein Testpublikum - nämlich Sie, liebe Theaterfreunde - zum Zuschauen und Mitlachen ein in die Probe am 10. Mai um 19 Uhr im Großen Haus.

Wer weiß, vielleicht steckt die Heiterkeit des Publikums dann auch den griesgrämigen Menschenfeind an?

 

Mi, 10.05.2023, Großes Haus (Treffpunkt Bühneneingang um 18.45 Uhr)

 

 

"Menschenfeind"

Komödie von Molière

Molières Charakterkomödie über einen Querdenker der ganz anderen Art gewinnt heute eine völlig neue Brisanz. Für Alceste besteht kein Zweifel daran, dass man seinen Mitmenschen immer und überall die ungeschminkte Wahrheit ins Gesicht sagen muss. Die Folgen seiner Wahrheitsliebe bekommt er, der doch ein angesehenes Mitglied der Adelsgesellschaft am französischen Hofe ist, teuer zu spüren. Der beleidigte Hobbydichter Oronte überzieht Alceste mit einem Prozess. Und seine Angebetete Célimène beschreitet als lebenskluge Frau einen anderen Weg, was ihm ebenso sauer aufstößt wie die schamlose Speichelleckerei von Célimènes Anbetern. Schließlich bleibt ihm nur der Rückzug aufs Land.

„Der Menschenfeind“, 1666 am Palais Royal in Paris uraufgeführt, ist eine vor Sprachwitz und Gedankenschärfe nur so funkelnde Komödie. Molière entwirft das faszinierende Porträt eines Wahrheitsfanatikers, das viele Fragen aufwirft. Sind kleine Beschönigungen der grausamen Wahrheit nicht der unabdingbare Kitt für den Zusammenhalt einer Gesellschaft? Was gibt Alceste das Recht zu glauben, seine Wahrheit sei die einzig gültige? Und was bedeutet das in einer Zeit wie der unseren, in der die ideologischen Gräben immer tiefer werden und zugleich ein erbitterter Diskurs über Deutungshoheit geführt wird?

 


Friedo Solter als Mackie Messer 1958 in der legendären Meininger „Dreigroschenoper“ unter der Regie von Fritz Bennewitz. Foto: Theaterarchiv
Friedo Solter als Mackie Messer 1958 in der legendären Meininger „Dreigroschenoper“ unter der Regie von Fritz Bennewitz. Foto: Theaterarchiv

Nachruf auf Friedo Solter

Von Carola Scherzer

 

Als Mackie Messer in der „Dreigroschenoper“ von Brecht/Weill begann Friedo Solter 1958 im Meininger Theater seine Karriere als Schauspieler. 25 Jahre war er, als sich im März 1958 zur Inszenierung von Fritz Bennewitz der Premierenvorhang im traditionsreichen Haus hob. Im Alter von 90 Jahren ist Friedo Solter am 14. Februar 2023 gestorben.

Es war damals ein besonderes Ereignis, dass nicht in Berlin, sondern in der fernen Provinz die DDR-Erstaufführung der „Dreigroschenoper“ herausgebracht wurde. Das Stück, das 1928 in Berlin zur Uraufführung kam, passte nicht in die kulturpolitische Linie. Helene Weigel, die Intendantin des Berliner Ensembles, – Brecht war bereits 1956 gestorben – holte das Meininger Schauspielensemble zum Gastspiel an ihr Haus. Die Meininger wurden vom Hauptstadtpublikum gefeiert, wie zu Zeiten des Theaterherzogs Georg II. mit seiner europaweit führenden Schauspielbühne. Mit der „Dreigroschenoper“ begründete Oberspielleiter Fritz Bennewitz Ende der 1950er Jahre die Brecht-Tradition und ein modernes Schauspieltheater in Meiningen.

Das Berliner Gastspiel der Meininger fand bei den Theaterkritikern überaus positives Echo. Der Rezensent der DDR-Kulturzeitung „Der Sonntag“ (heute „Der Freitag“) hob hervor: „Die Aufführung hatte einen treffenden Mackie Messer, denn Friedo Solter dämonisierte die Rolle nicht, sondern gab den Bürger, der sich mit Verbrechen wichtigmacht.“ Auch von Rezensenten der Regionalzeitungen (damals noch vier Tagezeitungen) wurde Friedo Solters Mackie Messer durchweg gelobt. „Brecht hätte an Friedo Solter seine Freude gehabt“, mutmaßte der Rezensent von Freies Wort. Das Thüringer Tageblatt bescheinigte ihm „eine ausgezeichnete Leistung“.  Ähnlich urteilte der Kritiker der Thüringer Neuesten Nachrichten. Solter habe „eine vollkommene Leistung“ abgegeben.

Helene Weigel holte – zum Ärger des Meininger Oberspielleiters, aber sie bot die besseren Gagen – etliche junge Schauspieler an ihr Haus. Andere holte sich Wolfgang Langhoff ans Deutsche Theater Berlin, unter ihnen Friedo Solter. Hier konnte er sich während seines 40-jährigen Engagements als Schauspieler, Regisseur und später als künstlerischer Leiter und Chefdramaturg entfalten. Vielbeachtete Klassikerinszenierungen sowie politisch brisante Gegenwartsdramatik brachte er auf die Bühne. Neben seiner Arbeit am Theater war er als Dozent und Professor an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ tätig, wo er das Institut für Schauspielregie mitbegründete. Auch als Schauspieler beim Film und Fernsehen hat er hin und wieder gearbeitet.

Als Gastregisseur durfte Solter schon ab 1976 im Westen inszenieren. Im wiedervereinten Deutschland war er dann einer der wenig gefragten Ost-Regisseure in Westen. 2001 holte ihn Intendant Ansgar Haag ans Stadttheater Ulm, wo er Shakespeares „Hamlet“ auf die Bühne brachte. Schon ein Jahr später durfte er sein Regiegastspiel wiederholen, diesmal mit dem Monumentaldrama „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus. 

Nachdem Ansgar Haag 2005 als Intendant nach Meiningen gewechselt war, lud er 2006 Friedo Solter wiederum als Gastregisseur ein. So kehrte Friedo Solter nach fünf Jahrzehnten an den Ausgangspunkt seiner Karriere zurück. 1956 hatte er hier sein Engagement angetreten. Zuvor war er ein Jahr als Schauspielabsolvent bei Horst Schönemann am Theater in Senftenberg tätig.

Nicht mit einem Brecht-Stück kam der einst erfolgreiche Mackie Messer zurück, sondern mit Tschechows „Onkel Wanja“. Bei einem Interview für unsere Zeitung begegnete ich dem renommierten Theatermann erstmals während den Proben. Ich fragte ihn, ob sich mit dieser Arbeit für ihn ein Kreis schließe. „Seit ich wieder in Meiningen bin, denke ich tatsächlich öfter darüber nach. Das ist schon etwas Komisches, wenn man in seine eigene Vergangenheit zurückkehrt“, antwortete er. Und erinnerte sich an ein „Publikum, das sein Theater sehr liebte“ und an seine Schauspielerkollegen, mit denen es viel Spaß gemacht habe zu arbeiten. Eine „Gruppe von vitalen, engagierten Leuten“ seien sie gewesen, mit dem Esche im Ensemble, der Felicitas Ritsch, der Gloger. „Es war eine gute Zeit.“

 

Noch einmal kam Friedo Solter 2008 zurück nach Meiningen, diesmal inszenierte er Shakespeares „Othello“ mit Michael Jeske in der Titelrolle – damals durfte noch ein weißer Schauspieler einen Schwarzen spielen.
Ein paar Jahre später traf ich Friedo Solter ein letztes Mal anlässlich einer Premiere auf der kleinen Bühne in der „Blechbüchse“, ehemals ein Sommerkino im Ostseebad Zinnowitz auf Usedom. Hier unterrichtete der damals über 80-Jährige noch gelegentlich an der Theaterakademie Vorpommern, eine staatlich anerkannte höhere Berufsschule für Theaterarbeit. Solter erzählte mir von seinem kleinen Dorf auf Usedom, in dem er sich nach seiner Berliner Zeit zurückgezogen hatte.

Auf der Ostseeinsel waren ihm die Bretter, die die Welt bedeuten, geblieben. Dem jungen Theaternachwuchs gab er seine reichen Erfahrungen weiter. Und lehrte die Schauspielmethoden von Stanislawski und Brecht, die ihm als Mackie Messer in der Meininger „Dreigroschenoper“ zum ersten Erfolg verhalfen. Als einer der „großen weißen Männer“ des deutschen Theaters ist Friedo Solter nun gestorben.        


Spieltrieb und Leidenschaft mit Förderpreis belohnt
Leo Goldberg ist der Träger des Ulrich-Burkhardt-Förderpreises 2023. Die Mitglieder des Fördervereins Meininger Theaterfreunde kürten den Schauspieler auf ihrer Jahresversammlung am 23.03.2023.  
Von Carola Scherzer


Die Spannung währte bis zum Ende der Mitgliederversammlung des Vereins, dem über 600 Theaterfreunde aus ganz Deutschland angehören. Nach dem Bericht der Vorsitzenden, Joanna Izdebski, über die Arbeit des zurückliegenden Jahres und der Präsentation der Spielzeit 2023/24 durch den Intendanten Jens Neundorff von Enzberg und seinem Leitungsteam waren die Stimmen für den diesjährigen Förderpreisträger ausgezählt. Und Leo Goldberg hielt sich wie einige weitere seiner Kollegen zur Übergabe im Theater bereit.
„Es ist wahnsinnig! Ich freue mich riesig, dass die Wahl auf mich fiel“, freut sich der junge Schauspieler, der schon in Kostüm und Maske für die abendliche Generalprobe „Der Dreigroschenoper“ von Brecht/Weill ist. Elf Kandidaten standen auf der Auswahlliste des Theaterfördervereins. Der Preis wird seit 1997 an junge Nachwuchskünstler vergeben, die maximal drei Spielzeiten und nicht älter als 35 Jahre sind.


„Ich wurde vorher informiert, dass ich mein Handy vor der Generalprobe anlassen soll“, berichtet Leo Goldberg. „Dann saß ich in der Maske und der Anruf kam: Halt dich bereit, es ist soweit.“ Sein Blutdruck sei gestiegen, aber der Schauspieler Yannick Fischer, der neben ihm in der Maske saß, habe ihn beruhigt. Er hatte 2019 den Preis erhalten und war damals ebenso aufgeregt. Im Theaterfoyer nimmt Leo Goldberg die Auszeichnung freudig und gerührt entgegen. Die Vorsitzende Joanna Izdebski beglückwünscht ihn unterm Beifall der Mitglieder des Vereins – ein treues und zugleich kritisches Publikum seit über 30 Jahren. Markus Merz, Vorstandsmitglied der VR-Bank Main-Rhön, überreicht ihm den symbolischen Scheck von 1500 Euro, das Preisgeld im Briefumschlag übergibt der Schatzmeister Horst Zoch. Leo Goldberg bedankt sich bei den Theaterfreunden und ist auch schon wieder verschwunden, um sich auf die wenig später beginnende Generalprobe vorzubereiten. 


Vorab erzählt er für unsere Zeitung noch schnell die Geschichte über seinen Weg zum Theater. „Ich wollte immer Schauspieler werden, schon mit drei Jahren habe ich zum ersten Mal auf einer Bühne gespielt, dann ging alles ganz schnell“, erinnert sich der gebürtige Ulmer. „Mit neun Jahren habe ich an Ansgar Haag, der damals Intendant am Ulmer Theater war, einen Brief geschrieben.“ Seine Worte blieben ihm bis heute im Gedächtnis: „Ich bin Leo, neun Jahre alt und möchte bei Ihnen Theater spielen, aber nicht mehr in die Schule gehen“. Ansgar Haag habe ihm geantwortet: „Lieber Leo, ich habe in einem Stück eine Rolle für dich, die du aber nur bekommst, wenn du weiter zur Schule gehst.“ Seine Eltern, die Mutter arbeitete als Kinderschwester, der Vater als Lehrer, waren einverstanden. So spielte der kleine Leo in Shakespeares „Sommernachtstraum“ das Kind von Titania und Oberon, das Haag zu einem Fixpunkt seiner Inszenierung gemacht hatte. „Es war also nicht nur eine Statistenrolle, die ich gab“, betont der heute 30-Jährige. Danach hat er die Schule weiter besucht und regelmäßig am Theater Ulm als Gast gearbeitet.

 

Doch der Weg zum Schauspielstudium führte ihn über einige Semester Musikwissenschaft, Deutsche Philologie, Philosophie und Medizin in Heidelberg und Würzburg erst 2017 nach Leipzig an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“. „Die Ausbildung war zwei Jahre an der Schule und zwei Jahre im Studioensemble am Staatsschauspiel Dresden“, erklärt Leo Goldberg. In Dresden wirkte er unter anderem in Inszenierungen von Volker Lösch, Philipp Lux, Holk Freytag, Rainald Grebe und Mina Salehpour mit. „Das war eine sehr wichtige Zeit für mich.“ Nach dem Studienabschluss erhielt er 2021 sein erstes festes Engagement am Staatstheater Meiningen. „Da war Ansgar Haag als Intendant gerade verabschiedet worden“, bedauerte der junge Schauspielabsolvent zunächst. „Trotzdem hatte ich Glück, weil es wegen Corona kaum Engagements an den Theatern gab.“ Aber mit dem Spielen musste er sich zunächst noch ein paar Monate gedulden, weil wegen Corona der Theaterbetrieb eingestellt werden musste. Ab 2022 bekam er dann richtig viel zu tun. Als schrill-schräger Struwwelpeter begeisterte er im Musical „Shockheaded Peter“ das Publikum. In „Antigone“, einer Kammerspiele-Produktion, gab er einen Wächter, den blinden Teiresias und Eteokles. In Shakespeares „Was ihr wollt“, ebenfalls auf der Kammerspiele-Bühne, schlüpfte er in die Rolle der Viola, mit der er sich zum Vorspiel in Meiningen beworben hatte. Auch als Ossip in Ostrowskis „Der Revisor“ war er hier zu erleben. Mit seinem unbändigen Spieltrieb und seinem komödiantischen Talent avancierte er schon bald zum Publikumsliebling. „Natürlich hätte ich Lust, auch mal eine größere Rolle in einer Tragödie zu spielen“, bekennt Goldberg. Mit dem Mortimer in Schillers „Maria Stuart“ sei in dieser Spielzeit ein Anfang gemacht, nun hoffe er auf weitere tragische Rollen.


Am Meininger Theater fühlt sich der Schauspieler inzwischen wohl. Das Große Haus, sei nicht nur schön, sondern biete auch eine wunderbare Akustik. „Bis in die hintersten Ecken im Saal ist man von der Bühne aus zu hören. Und die unglaubliche Geschichte dieses Hauses reizt mich natürlich auch. Schon an der Hochschule in Leipzig wurden wir mit ihr bekanntgemacht. Ich bin stolz, dass ich hier arbeiten kann.“ Mit der kleinen Stadt um das große Theater hat er sich auch angefreundet. Heimisch fühlt er sich aber nur zum Teil. „Ich bin glücklich, dass ich so viel zu tun habe, im Winter kann das Leben in Meiningen recht düster sein“, schränkt er ein. Aber im Frühling sei es in der Natur sehr schön. „Ich bin schon auf die Donopskuppe und zum Diezhäuschen spaziert. Auch in der umliegenden Region war ich unterwegs.“ Mindestens noch eine Spielzeit will Leo Goldberg hier am Theater bleiben.
Zum Schluss unseres Gesprächs verrät Leo Goldberg noch, was er mit dem 1500-Euro-Preisgeld machen wird: „Als Puffer für die steigenden Energie- und Stromkosten kann ich es gut gebrauchen“. Und dann verschwindet er schnell zu seinem Auftritt in der „Dreigroschenoper“-Generalprobe. Er spielt den Macki Messer, also wieder eine große Rolle, in der er sein komödiantisches Talent ausleben kann. Zur Hauptprobe am Abend zuvor hat er sich den linken Arm gebrochen, der nun eingegipst ist, was aber unter dem langen Ärmel seiner goldenen Jacke nicht zu sehen ist. Natürlich wird Leo Goldberg auch die beiden Premieren am Freitag und Sonntag spielen. Mit vollem Einsatz. Sein Spieltrieb und seine Leidenschaft als Schauspieler verlangen das von ihm.

 


Theaterförderverein wählte neuen Vorstand

 

 

Einen neuen Vorstand wählten die die Mitglieder des Vereins Meininger Theaterfreunde zu ihrer Jahresversammlung am vergangenen Donnerstag, 23.03.2023 im Theaterfoyer. Nach der herzlichen Verabschiedung des Schatzmeisters, Horst Zoch, der seit der Gründung des Vereins 33 Jahre (!) für die Finanzen des Vereins verantwortlich war, übernimmt künftig Janine Merz diese Arbeit. Als Beisitzer wurden Landrätin Peggy Greiser und Ulrike Kästner Zacherl, die Assistentin des Intendanten, neu in den Vorstand gewählt. Alte (neue) Mitglieder im Vorstand bleiben: Joanna Izdebski (Vorsitzende), der Meininger Bürgermeister Fabian Giesder, der Landrat vom Rhön-Grabfeld Thomas Habermann, der Theaterintendant Jens Neundorff von Enzberg (stellvertretende Vorsitzende) sowie der Schauspieler Michael Jeske, Christiane von Stein, Cornelia Fräßle und Iris Brader (Beisitzer).

 

Zum Foto in der Fremdenloge des Theaters stellten sich auf (von links): Thomas Habermann, Janine Merz, Fabian Giesder, Joanna Izdebski, Jens Neundorff von Enzberg, Iris Brader, Christiane von Stein und Cornelia Fräßle.  Foto: Carola Scherzer   


Theaterfreunde im Fernsehen bei "Theaterfreunde treffen ..."

 

Am 11. April 2023 wrde um 20 Uhr im SRF die 4. Folge von "Theaterfreunde treffen ..." ausgestrahlt. Bis 18. April wurde die Sendung täglich um 10.30 Uhr, 15.30 Uhr und 20.00 Uhr wiederholt. Schalten Sie -nun auch nachträglich auf youtube - ein, wenn sich Moderator und Schauspieler Michael Jeske sich dem Schwerpunkt "Junges Staatstheater" widmet.  Einblicke gibt es in das bunte Premieren-Spektakel „Alice im Wunderland“; Mitwirkende berichten aus dem Entstehungsprozess dieser ersten Gemeinschaftsarbeit von Puppentheater, Jungem Theater und Junger Musik.

 

 https://youtu.be/nv4LJTlMUck


Liebe Freundinnen und Freunde des Staatstheaters Meiningen,

 

Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung 2023 der TheaterFreunde. Sie findet statt am Donnerstag, 23. März 2022 um 16:30 Uhr im Foyer des Staatstheaters Meiningen.

 

Tagungsordnung:

1. Bericht der Vorsitzenden

2. Bericht des Intendanten

3. Bericht des Schatzmeisters

4. Bericht des Rechnungsprüfers

5. Entlastung des Vorstandes

6. Wahl des Vorstands

7. Wünsche und Anträge

 

Unser Intendant, Herr Neundorff von Enzberg, wird uns ganz aktuell den Spielplan der Spielzeit 2023 /2024 vorstellen. Nach der Mitgliederversammlung besteht gegen 19.00 Uhr Gelegenheit zum Besuch der Generalprobe „Die Dreigroschenoper - Theaterstück von Bertolt Brecht. Regie führt Georg Schmiedleitner. Wir hoffen, dass wir Sie dazu begrüßen können. Für die Generalprobe benötigen Sie keine Eintrittskarten.


Während der Mitgliederversammlung wird der diesjährige Ulrich-Burkhardt-Förderpreis verliehen. (Die Anlage dazu haben Sie bereits per Post erhalten. Sie haben die Möglichkeit, den Stimmzettel zu Beginn der Mitgliederversammlung abzugeben oder ihn rechtzeitig einzusenden, dass er spätestens am Montag den 20.03.23 Tag eintrifft. Die Anschrift finden Sie auf dem Stimmzettel. Per FAX oder E-Mail eingesandte Stimmzettel können nicht gewertet werden.)

 

Kurz vor Weihnachten habe ich über unsere Web-Seite unseren „Ewigen Kalender“ vorgestellt. Anlässlich der Mitgliederversammlung haben Sie einmalig die Möglichkeit, diesen Kalender zum Vorzugspreis von 10,00 EUR zu erwerben.

 

Ich möchte Sie zudem auf einen Höhepunkt dieser Spielzeit aufmerksam machen. Am 15. Juli 2023 findet ab 20:00 Uhr im Englischen Garten das Sommerfest des Staatstheaters unter dem Motto „Saturday Night Fever“ statt. Der Ticketverkauf hat bereits gestartet.

 

Sie können mir gerne vorab Ihre Gedanken, Wünsche, Vorschläge oder Kritik per Post,telefonisch oder per E-Mail zukommen lassen.

 

Ich freue mich sehr, Sie alle persönlich in unserem Staatstheater Meiningen begrüßen zu dürfen.

 

Mit freundlichen Grüßen
Joanna Izdebski, Vorsitzende

 

Foto Foyer: Marie Liebig


Herzliche Einladung an alle Mitglieder des Fördervereins zur Probe von »Maria Stuart« am Dienstag, 17.1.2023 im Großen Haus !

 

Wir freuen uns, Sie zum exklusiven Probenbesuch der neuen Schiller-Inszenierung von Schauspieldirektor Frank Behnke einladen zu können.

 

18.50 Uhr: Treffpunkt im Vestibül Großes Haus, kurze Einführung durch Dramaturg Cornelius B. Edlefsen

19.00 - ca. 20.00 Uhr: Probenbesuch im Großen Haus, anschließend Nachgespräch

 

Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Wir freuen uns auf Sie!

Foto: Larissa Aimée Breidbach als Maria Stuart und Anja Lenßen als Elisabeth, (c) Christina Iberl


 Der "ewige Kalender" der Theaterfreunde Meiningen - ein ideales Weihnachtsgeschenk!

 

Der Förderverein der Meininger Theaterfreunde hat Ihnen einen „ewigen“ Kalender mit wunderschönen Fotomotiven des Staatstheaters zusammengestellt.
Wer vom Meininger Theater nicht lassen kann, holt es sich einfach nach Hause und hat - nicht nur für ein Jahr - Freude an den großartigen Ansichten unseres Hauses.

 

Für 12 Euro an der Theaterkasse sind Sie dabei! Auch zu den Vorstellungen verkaufen wir den Kalender am Stand im Vestibül / Großes Haus. Tickets für unsere Vorstellungen zum Fest zu verschenken ist immer eine gute Wahl - und hier gibt es für Sie und Ihre Lieben vielleicht noch dieses tolle Weihnachtsgeschenk dazu.

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Der Verein der Meininger Theaterfreunde wünscht Ihnen ein
frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.

 

Auf dem Foto: Joanna Izdebski und Michael Jeske

 


Veranstaltungs-Tipp »Unsinnlichkeiten«


In dem Chanson-Abend „Unsinnlichkeiten“ nehmen wir Sie mit in die turbulenten Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig zeigen wir, wie schnell all die künstlerische, gesellschaftliche und sexuelle Freiheit mit dem Beginn des NS-Regimes verpufft. Doch der Abend wird keine historische Leerstunde! Katharina Fulda schlüpft in die Rolle einer musikalischen Entertainerin und Andreas Fulda begleitet sie als schmissiger Barpianist – ein Abend voll unterhaltsamer Schlager wie „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“, „Bel ami“, „Schöner Gigolo, armer Gigolo“, „Benjamin, ich hab’ nichts anzuzieh’n“, „Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?“, „Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht“ und vieles mehr.

Fr 13.01.202, 20:30, Kammerspiele

Fr 17.02.2023, 20:30, Kammerspiele

Szenische Einrichtung:
Julia Terwald

Bühne: Helge Ullmann

Gesang: Katharina Fulda

Klavier: Andreas Fulda

 

Karten gibt es an der Theaterkasse, unter Tel. 03693-451 222 oder direkt hier.


Theaterfreunde treffen ... Folge 3

 

Genießen Sie eine Stunde beste Unterhaltung aus dem Suhler Fernsehzimmer mit der 3. Ausgabe der Sendung "Theaterfreunde treffen..."!

 

Moderiert von Michael Jeske erleben wir einen Rückblick auf das Theaterfest zum Spielzeitstart 22/23 im September, sehen Ausschnitte aus Produktionen wie "Die tote Stadt" oder "Was ihr wollt" und erleben den ehemaligen Intendanten Ansgar Haag in einem großen Interview anlässlich seiner Auszeichnung "Inszenierung des Jahres 2022" für "Lohengrin".

 

Hier geht es zum Video - viel Freude!

 

 


Einen Theatermann fürs Publikum geehrt

Die Meininger Theaterfreunde des Fördervereins kürten Ansgar Haag, den ehemaligen Intendanten, für seinen „Lohengrin“ mit dem Preis „Inszenierung der Jahres 2022“. Die Wagner-Oper hatte er im vergangenen April zur Premiere gebracht.

Zum 14. Mal wählten die über 600 Mitglieder des Theaterfördervereins ihre Lieblingsinszenierung der Spielzeit. Der Publikumspreis wird alljährlich von der Rhön-Rennsteig-Sparkasse mit 2500 Euro gesponsert. Allein fünf Mal entschieden sich die Theaterfreunde für eine Inszenierung von Ansgar Haag. Für seinen „Tannhäuser“, der aktuell noch als szenische Konzertaufführung am authentischen Ort auf der Wartburg in Eisenach gespielt wird, erhielt er erstmals 2009/10 den Preis. Der zweite folgte 2012/13 für die deutsche Erstaufführung der kasachischen Oper „Abai“ von Schubanow/Hamidi. Den Preis Nummer drei bekam er schon zwei Jahre später für seine erfolgreiche Inszenierung der weniger bekannten Donizetti-Oper „Lucia di Lammermoor“. 2017/18 ehrten ihn die Theaterfreunde abermals für Puccinis „Tosca“. Mit Wagners „Lohengrin“ konnte Ansgar Haag in der Spielzeit 2021/22 seinen Erfolg fortsetzen, nunmehr als freier Regisseur, nachdem er im Sommer 2021 in Rente verabschiedet worden war.

Ihren Preis „Inszenierung des Jahres“ übergaben die Meininger Theaterfreunde all die Jahre nach einer Aufführung auf der Theaterbühne. Das war diesmal nicht möglich, weil die Inszenierung, die am 22. April 2022 Premiere hatte, nach zehn Vorstellungen bis zum Spielzeitende bereits abgespielt ist. So luden sie erstmals in den Malsaal zu einer Feierstunde im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Theaterfreunde trefffen…“ ein. Über 80 Theaterfreunde trafen zusammen, um Ansgar Haag zu gratulieren – persönlich, was bei der üblichen Preisübergabe bislang nicht möglich war.

Joanna Izdebski, die Vorsitzende des Theaterfördervereins, freute sich über die vielen Gäste. Sie dankte den Theaterfreunden für ihre Entscheidung zur „Lohengrin“-Inszenierung. Mit ihrem Publikumspreis ständen sie auf der Seite der Profi-Kritiker – was bekanntlich selten der Fall ist. Hierzu zitierte sie den Rezenten Gerhard Hoffmann, der im renommierten „Online Merker – Oper international“ euphorisch lobte: „In einer genialen Personenregie und insbesondere einer wohl durchdachten „Massen“-Führung erzählt der erfahrene Theatermann Haag, ohne jegliche störende Mätzchen authentisch die Textur, verlegt die Handlung in die Ära des Aufbruchs der Gründerzeit. Dieter Richter ließ dazu pompöse Bühnendekorationen wie prachtvolle Gebäude und ebenso  Wandbilder des Brautgemaches sowie das imposante Finalbild á la Caspar David Friedrich erstehen (...) so schön kann ‚moderne‘ Opernregie begeistern, nein regelrecht beglücken, sind nur die absolut richtigen geistvollen Könner am Werk!“

Nach dem offiziellen Akt der Preisverleihung mit der symbolischen Scheckübergabe der Rhön-Rennsteig-Sparkasse sowie Blumen und gerahmtem Inszenierungsfoto vom Förderverein plauderte der Schauspieler Michael Jeske, Beisitzer im Vereinsvorstand, mit Ansgar Haag über seine Arbeit als Regisseur und Intendant am Meininger Theater. Immerhin 16 Jahre übte er ab 2005 diese Tätigkeiten aus. Was anfangs nicht abzusehen war. Aus dem Urlaub hatte man den Intendanten des Ulmer Theaters nach Meiningen geholt, um die Position des vor der Sommerspielpause geschassten Intendanten Res Bosshart zu besetzen. Ein Jahr war Haag dann Doppelintendant an beiden Theatern, nach dreijähriger Interimsintendanz in Meiningen entschied er sich zu bleiben.

Mit Goethes „Faust I und II“ feierte er 2007 seinen ersten Erfolg als Schauspielregisseur. Es folgten weitere Schauspielinszenierungen, wie die Uraufführung von Martin Walsers „Ein liebender Mann“ sowie Klassikern, darunter Shakespeare „Hamlet“, Lessings „Emilia Galotti“ und das Doppelprojekt von Kleists „Prinz von Homburg“ und Borcherts „Draußen vor der Tür“ – seine Lieblingsklassikerinszenierung, wie er bekannte. Coronabedingt wurde seine letzte Klassikerinszenierung von Schiller „Maria Stuart“ kurz vor der Premiere 2021 gestrichen.

Über die Jahre wurden es immer mehr Operninszenierungen, die Haag in Meiningen auf die Bühne brachte. Den Wechsel habe vor allem der leider zu früh verstorbene Operndirektor Klaus Rak, den er 2005 von Ulm nach Meiningen mitgebracht hatte, bewirkt. Haag verglich die Arbeit als Regisseur im Schauspiel- und Musiktheater: „Die Oper ist leichter zu inszenieren als das Schauspiel. Weil die Sänger und Musiker bestens ausgebildet sind und die Arbeit durch die Partitur und den Dirigenten vorgegeben wird. Beim Schauspiel ist die Sprache wichtig, die heute leider oft vernachlässigt wird.“

Bleibt die Frage, worin nun eigentlich das Geheimrezept von Ansgar Haags Erfolgsinszenierungen liegt? „Ich will die Stücke nicht umdenken, sondern aus sich heraus erklären“, sagte er und sprach sich damit gegen manch vordergründigen Realismus im heutigen Theater aus. „Das Theater der Zukunft muss emotionale Bilder bieten.“ Mit seinen Inszenierungen, die er in Meiningen auf die Bühne brachte, erreichte der Regisseur gleichermaßen Herz und Verstand des Publikums.
Die Theaterfreunde des Fördervereins haben es ihm gedankt.

 Text: Carola Scherzer, Fotos: Christina Iberl

 


Theaterfreunde treffen ... Folge 2

 

Genießen Sie eine gute halbe Stunde beste Unterhaltung aus dem Suhler Fernsehzimmer mit der 2. Ausgabe der Sendung "Theaterfreunde treffen..."!

 

Moderiert von Michael Jeske erleben wir einen Rückblick auf die "Spielzeitreise 22/23" in Wechterswinkel mit Anja Lenßen, Sara-Maria Saalmann, Marcus Chiwaeze, Michael Jeske, Falk P. Ulke, Sebastian Putz, Mark Johnston, Jens Neundorff von Enzberg und Frank Behnke. Außerdem: ein Interview mit der Ulrich-Burkhardt-Förderpreisträgerin Sara-Maria Saalmann und ein wunderbarer Rückblick auf die lauen Sommernächte im Meininger Schlosspark mit "Symphonic Pops".

 

Hier geht es zum Video - viel Freude!

p.s. Für Juli 2023 ist erneut eine "Spielzeitreise" in Wechterswinkel geplant!


Putbuser Theaterfreunde erkundeten Meiningen

 

Erlebnisreiche Tage verbrachten rund 30 Mitglieder des Fördervereins Theater Putbus im September 2022 in Meiningen. Die Theaterfreunde von der Insel Rügen sammelten in der thüringischen Kulturstadt vielfältige Eindrücke.

 

Auf dem umfangreichen dreitägigen Besichtigungsprogramm der Putbuser Theaterfreunde stand eine über zweistündige Führung durch das Meininger Theater. Der Schauspieler Michael Jeske, Vorstandsmitglied des Meininger Theaterfördervereins, und Susanne Klapka, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, boten den Gästen vielfältige Einblicke in das traditionsreiche Haus und seine Werkstätten.

 

Im Theatermuseum empfing der Leiter, Florian Beck, die Putbuser Theaterfreunde. In der „Zauberwelt der Kulisse“ tauchten sie ein in die Meininger Theatergeschichte und die künstlerische Arbeit von Herzog Georg II., der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen Musentempel durch Gastspielreise europaweit bekannt machte.

 

Am Freitagabend besuchten die Gäste aus Putbus die Eröffnungspremiere der neuen Spielzeit im Großen Haus. Zusammen mit dem Meininger Publikum feierten sie die Inszenierung der Oper „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold. Der samstägliche Besuch von Schillers Schauspiel „Kabale und Liebe“ konnte wegen Absage der Vorstellung nicht stattfinden. Zusammen mit Mitgliedern des Meininger Theaterfördervereins waren die Putbuser am Vormittag zu einer Stadtführung unterwegs, bei der sie sich mit der vielfältigen Geschichte der Kulturstadt bekannt machten. Darüber hinaus besuchten einige der Gäste optional das Dampflokwerk.

Per Bahn reisten die Putbuser Theaterfreunde am Sonntagmorgen auf ihre Insel Rügen. Theaterfahrten organisiert der Förderverein seit 2016 alljährlich zum „Tag des historischen Theaters“. Sie führten unter anderem nach Schwerin, Weimar/Gotha/Kochberg, Stettin, Potsdam und Bad Lauchstädt. Die Fahrt nach Meiningen, so erzählte der stellvertretende Vorsitzende, Klaus Möbus, im Gespräch mit dem Meininger Tageblatt, hätte fast ausfallen müssen. „Es war schwierig, für 30 Gäste Hotelzimmer zu finden. Schließlich sind wir im Schlundhaus und Rautenkranz untergekommen, die Lage im Zentrum ist ideal für unsere Unternehmungen.“

 

Carola Scherzer

 

Foto: Mitglieder des Fördervereins Theater Putbus und der Meininger Schauspieler Michael Jeske vom hiesigen Theaterförderverein (links). Neben ihm Klaus Möbus, der stellvertretende Vereins-Vorsitzende aus Putbus. Eine Führung durch das Meininger Theater stand neben dem Premierenbesuch auf dem freitäglichen Programm. Foto: Carola Scherzer

 


Liebe Freundinnen und Freunde des Staatstheaters Meiningen,

 

hiermit lade ich Sie herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung ein. Theater Freunde treffen… am Montag, 24.10.2022 um 17.00 Uhr im Werkstattgebäude/ Malsaal unseres Theaters. Wir nehmen diese Veranstaltung zum Anlass, die Auszeichnung „Inszenierung des Jahres“ an das von Ihnen ausgewählte Regieteam zu überreichen. Mit großer Mehrheit haben Sie sich für den „Lohengrin“ (s. Foto links, (c) Christina Iberl) in der Regie von Ansgar Haag entschieden. Sie haben die Gelegenheit, mit Herrn Haag ins Gespräch zu kommen und auch die besondere Atmosphäre dieses Werkstattbereiches kennenzulernen. Unsere Dramaturgin Julia Terwald wird an der Preisverleihung teilnehmen und Sie gerne auf die nächsten Höhepunkte in der jetzigen Spielzeit aufmerksam machen. Über Ihre rege Teilnahme würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Joanna Izdebski


Eine Spielzeitreise in die Saison 2022/2023

mit Intendant Jens Neundorff von Enzerg, Schauspieldirektor Frank Behnke und Beiträgen von Künstler:innen aus dem Musiktheater, Schauspiel und Jungem Staatstheater

Eine Veranstaltung des Fördervereins der Meininger Theaterfreunde e.V. in Kooperation mit der Kulturagentur Rhön-Grabfeld und dem Staatstheater Meiningen


Musiktheater

Moderation: Jens Neundorff von Enzberg (Intendant und Operndirektor)

Erich Wolfgang Korngold, Die tote Stadt, „Mariettas Lied“ (Deniz Yetim)

Gioachino Rossini, Der Barbier von Sevilla, Arie der Rosina: „Una voce poco fa“ (Sara-Maria Saalmann)

Georg Friedrich Händel, Der Messias, „The Trumpet shall sound“ (Johannes Mooser)

Johann Strauss, Eine Nacht in Venedig, Duett Annina u. Caramello „Annina! Caramello!“ – „Dein Lied von Lieb’ und Treue“ (Monika Reinhard, Rafael Helbig-Kostka)

 

Schauspiel

Moderation: Frank Behnke (Schauspieldirektor)

Bertolt Brecht, Die Dreigroschenoper, „Seeräuberjenny“ (Anja Lenßen)

Auszug aus Friedrich Schiller, Maria Stuart (Anja Lenßen, Michael Jeske)

Bertolt Brecht, Die Dreigroschenoper, „Lied von der Sexuellen Hörigkeit“ (Anja Lenßen)

Dialog aus Molière, Der Menschenfeind (Anja Lenßen, Michael Jeske)

Klavier: Mark Johnston

 

Junges Staatstheater

Baron Lefuet aus Timm Thaler, Puppenspiel nach nach James Krüss, berichtet von den Premieren und Wiederaufnahmen im „Jungen Staatstheater“ (Baron Lefuet: Sebastian Putz, Zauberei: Falk P. Ulke)

 

Schauspiel

Moderation: Frank Behnke (Schauspieldirektor)

Richard Rogers/Oscar Hammerstein II, The Sound of Music, „Edelweiß“ (Michael Jeske)

Klavier: Mark Johnston

 

 10. Juli 2022, 17 Uhr

Kloster Wechterswinkel

Um den Bau 6

97654 Bastheim OT Wechterswinkel

www.kloster-wechterswinkel-kultur.de

Tel. 09773/89 72 62

Eintritt frei , Einlasstickets: https://tickets.rhoen-grabfeld.de/

 

-

"Theaterfreunde treffen ..."
Ein neues Fernsehformat der mit Michael Jeske

Liebe TheaterFreunde, und solche, die es gerne noch werden möchten,

neuerdings haben Sie die Möglichkeit, die TheaterFreunde auch im Fernsehen kennenzulernen. Ab 05.04.2022, 20.30 Uhr (Wiederholungen: eine Woche lang täglich um 11.00, 16.00, 20.30 und 23.30 Uhr) startet mit „TheaterFreunde treffen…“ ein neues Format beim SRF. Die Sendung können Sie auch im Internet bei YouTube sehen.
In diesem neuen Format aus dem Fernsehzimmer Suhl lädt Schauspieler und nun auch Moderator Michael Jeske Gäste ins Studio ein, die hier etwas zum Verein (Joanna Izdebski) oder über die Arbeit am Theater zu erzählen haben (Christine Zart, Leo Goldberg) und auch etwas aus dem Repertoire des aktuellen Spielplans zum Besten geben.

                                                                                                                                                                             Einschalten lohnt sich!

 

 

TERMINE (nur für Mitglieder):

 

Herzliche Einladung zum Besuch der 2. Hauptprobe der
Uraufführung des Schauspiels "Waldstück" von Björn SC Deigner

 am Donnerstag, 7. April 2022 um 19:00 Uhr

in den Kammerspielen des Staatstheaters Meiningen.

 

Dramaturg Cornelius Edlefsen begrüßt Sie um 18:50 Uhr im Foyer der Kammerspiele.

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Die Mitgliederversammlung 2022

 fand am 24. März 2022 um 17 Uhr im Foyer des Staatstheaters Meiningen statt.

 
Tagungsordnung:
1.Bericht der Vorsitzenden Joanna Izdebski:

- Verfahrensweise zur Vergabe des Ulrich-Burkardt-Förderpreises

- Vorbereitung der Stimmabgabe zur Inszenierung des Jahres

- Weiterführung der Reihe „Theaterfreunde treffen …“

- Angebot der Kuratorin der Ausstellung „Augenblick“ in der Galerie ADA

2.Bericht des Intendanten

- Spielplan bis zum Sommer 2022

- Spielplanpräsentation für die Spielzeit 2022/2023

3. Bericht des Schatzmeisters

4. Entlastung des Vorstandes

5. Wünsche und Anfragen

 Im Anschluss: Besuch der Generalprobe von „Kabale und Liebe

 

Auf dem Bild (v. l.): Cornelia Fräßle, Dr. Iris Brader, Horst Zoch, Christiane von Stein, Regina Schwabe, Jens Neundorff von Enzberg, Fabian Giesder, Michael Jeske, Foto: Christina Iberl

 

Bericht der Mitgliederversammlung:
Jeder braucht Freunde. Einen ganz besonderen Freundeskreis hat das Staatstheater Meiningen – die TheaterFreunde und das schon seit 1990. Am 24. März 2022 kamen die Mitglieder zahlreich im Foyer des Großen Hauses zusammen, um im Rahmen ihrer Jahresmitgliederversammlung das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, aber vor allem, um nach vorn zu sehen auf kommende Aktionen und Angebote.
Ein zentrales neues Angebot führt die TheaterFreunde jetzt auch ins Fernsehen!
In dem neuen Format „TheaterFreunde treffen…“ sind Berichterstattungen zu aktuellen Produktionen, Neuigkeiten aus dem Verein, Vorstellungen von Künstler:innen des Staatstheaters sowie Vereinsmitgliedern u.v.m. geplant. Los geht es bereits am Dienstag den 05.04. um 20.30 Uhr im SRF. Die Sendung wird auch über Youtube, sowie die Website des Vereins (www.georg2.de) und des Staatstheaters (www.staatstheater-meiningen.de) abrufbar sein. Einschalten lohnt sich! Umrahmt wurde die Mitgliederversammlung von musikalischen Beiträgen von Sara Maria Saalmann und Alex Kim, begleitet am Klavier von Tamara Lorenzo Gabeiras, sowie dem Besuch der Generalprobe von Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“.

 

 

 

SONSTIGES

 

Mitgliederversammlung 2021
Die Mitgliederversammlung 2021 fand am Mittwoch, 15. September 2021 um 17:30 Uhr im Foyer des Theaters statt.
Die Vorsitzende Joanna  Izdebski und der Schatzmeister Horst Zoch gaben ihre Rechenschaftsberichte ab. Der Vorstand wurde entlastet.
Nach langjähriger Tätigkeit im Vorstand trat Renate Langer aus gesundheitlichen Gründen zurück. Unter dem großen, lang anhaltenden Beifall der Mitglieder wurde Frau Langer zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
Der frühere Intendant Ansgar Haag wurde aus dem Vorstand verabschiedet, sein Nachfolger in dieser Funktion Jens Neundorff von Enzberg wurde Vorstandsmitglied. Satzungsgemäß ist der jeweilige Intendant ohne Wahl stellvertretender Vorsitzender.

Mitgliederversammlung 2020

Die verschobene Mitgliederversammlung 2020 fand am Montag, 29. Juni 2020 um 15.00 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Meiningen statt. In diesem Jahr wurde turnusmäßig der Vorstand für eine dreijährige Amtszeit gewählt. Näheres zur Zusammensetzung  des Vorstands finden Sie hier.

 

Ulrich-Burkhardt-Preis 2021

Die Mitglieder haben den Preis an die Schauspielerin Nora Hickler verliehen. Näheres zu unserer Preisträgerin finden Sie  hier.

 

Inszenierung des Jahres 2019/20

Die Mitglieder haben den Preis Inszenierung des Jahres für die Spielzeit 2019/20 an André Bücker für "JOHN GABRIEL BORKMAN" von Henrik Ibsen verliehen. Näheres hier. Die Preisverleihung erfolgt entsprechend den derzeit geltenden Vorschriften nicht öffentlich.



 

  

FAUST I + II AUF DVD

Ansgar Haags Inszenierung von "Faust – Der Tragödie Erster und Zweiter Teil" ist auf DVD erhältlich (2 DVDs 153 + 148 Minuten). Ermöglicht wurde die DVD durch den Förderverein Meininger TheaterFreunde e.V. mit Unterstützung der Ideenbrigade. Achtung! Nur noch Restauflage zum Preis von 5 € vorhanden. Sie können  die DVD im Theater erwerben oder an der Kasse bestellen:

Theaterkasse, Bernhardstraße 5, 98617 Meiningen

Telefon 03693 / 451-222 und 451-137

Telefax 03693 / 451-301

eMail: kasse@staatstheater-meiningen.de

 

Ein Crafter für das Theater fährt Werbung für die TheaterFreunde / Foto: Das Meininger Theater (Mitrović)
Ein Crafter für das Theater fährt Werbung für die TheaterFreunde / Foto: Das Meininger Theater (Mitrović)

 

Aus dem Vorstand

 

Der Vorstand bewilligte einen Betrag in Höhe von 130.000 € für die Festwoche vom 4. bis 14. April 2019, dieser wurde 2019 ausgezahlt.

 

Die nächste größere Zuwendung wurde für die Neuauflage eines Buches zur Meininger Theatergeschichte – 190 Jahre Meininger Theater  beschlossen.  

 

Aus dem Theater

 

 

Offener Brief der TheaterFreunde wegen zweiter Schließung des Theaterbetriebs.

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Ramelow,

zunächst möchten wir zum Ausdruck bringen, dass wir großen Respekt vor den zuständigen Entscheidungsträgern haben, diese Pandemiesituation zu bewältigen. Wir sind sicher, dass jeder sein Bestes gibt.

Unser Förderverein zur Unterstützung des Meininger Staatstheaters wurde 1990 gegründet. Er gehört mit über 600 Mitgliedern zu einem der größten Theatervereine in Deutschland. Die Mitglieder unseres Vereins haben bisher die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit großem Respekt und Vertrauen mitgetragen.

Die am 28.10.2020 abgestimmten Maßnahmen veranlassen den Vorstand der MeiningerTheaterFreunde e.V. sich besorgt zu Wort zu melden. „Wesentliches Ziel ist es bei der Tätigkeit des Vereins, der Öffentlichkeit zu vermitteln, wie wichtig das lebendige Theatererlebnis für uns Zuschauer ist. Es macht Freude, regt geistig an und ist geeignet, uns wichtige Anstöße für unser Denken zu geben. Das setzt eine Vielfalt voraus, die das Meininger Staatstheater uns bietet. Ideelle Unterstützung geht aber weiter, bis hin in die Tätigkeit im politischen Raum.“ Aus diesem Grunde möchten wir deutlich machen, dass die erneute Schließung des Meininger Staatstheaters nicht nachvollzogen werden kann. Wir können nur für unseren Verein sprechen, stimmen aber ein in den Chor derer, die die Kultur nicht als „Unterhaltung“ sehen, sondern als Wesensmerkmal einer Gesellschaft, des Gedankenaustausches und der Entwicklung. Da auch das Meininger Staatstheater durch kulturschaffende Gäste belebt wird, gilt unsere Sorge auch den künstlerischen Soloselbständigen und Freiberuflern.

Die vergangenen Monate wurden intensiv genutzt, um plausible und effektive Hygienekonzepte zu entwickeln und ein Bündel an Maßnahmen zum Schutz der Künstler, Mitarbeiter und Theaterbesucher unternommen. Das ging im Übrigen bis dahin, den Spielbetrieb bei der Auswahl der Stücke und bis hin zur Art und Weise der Inszenierung – künstlerisch – anzupassen. Jetzt und kurzfristig den Kulturbetrieb zu schließen, muss wie ein „Stoß vor den Kopf“ empfunden werden und trifft Kultur „ins Herz“. Uns ist nicht bekannt, dass Besucher oder Mitarbeiter des Meininger Staatstheaters besonders von Covid 19 betroffen bzw. zur Verbreitung beigetragen haben. Der Besucher des Meininger Staatstheaters ist sich der aktuellen Lage bewusst und verhält sich entsprechend den aktuellen Bedingungen.

Es sind keine Gründe erkennbar, die diese Schließung rechtfertigen würden (fehlende Transparenz). Es sind keine Erkenntnisse vorhanden, wonach man sich im Theater anstecken würde (kein relevantes Risiko). Es ist keine wesentliche Aerosolbelastung erkennbar, da man im Theater sitzt und atmet und eben nicht spricht (erhebliche Risikominimierung). Und wenn man selbst das dennoch – derzeit – als signifikantes Risiko einstufen will, dann wäre es verhältnismäßig eine Maskenpflicht auch während der Aufführung anzuordnen (gegebenenfalls mit FFP2-Maske). Ob und welche alternativen Maßnahmen in die Verhältnismäßigkeitsprüfung eingeflossen sind, ist nicht bekannt.

Der Freistaat Thüringen ist und kann stolz sein auf seine kulturelle Tradition und seine kulturellen Einrichtungen. Daran sollten sich Maßnahmen messen lassen.

Für uns stellen die Einschränkungen eine unzumutbare und unverhältnismäßige Härte dar. Kultur ist ein wesentliches Bindeglied unserer Gesellschaft, sie muss aber stattfinden. Der Verweis auf finanzielle Kompensationsbemühungen ist weder für die Künstler, noch für die Gäste akzeptabel.

Das erneute Schließen unseres Theaters ist dazu geeignet, das Vertrauen in die Verhältnismäßigkeit der von der Politik verhängten Maßnahmen zu erschüttern und damit deren so dringenden erforderlichen Erfolg zu gefährden.

Wir bitten dringend, die Überlegungen zur Schließung von Theater- und Kultureinrichtungen zu überdenken und davon abzusehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand des Fördervereins „Meininger Theaterfreunde e.V.“

Joana Izdebski (Vorsitzende), Fabian Giesder, Ansgar Haag, Thomas Habermann. Horst Zoch, Regina Schwabe, Michael Jeske, Cornelia Fräßle, Renate Langer,  Christiane von Stein

 

 

Spendenkonten:

  • VOLKSBANK RAIFFEISENBANK RHÖN-GRABFELD EG: IBAN DE91 7906 9165 0000 4036 44 BIC GENODEF1MLV
  • RHÖN-RENNSTEIG-SPARKASSE: IBAN DE45 8405 0000 1706 0198 89 BIC HELADEF1RRS

Impressum (verantwortlich): Meininger TheaterFreunde e.V.
vertreten durch die Vorsitzende Joanna Izdebski • AG Meiningen VR 350178

98617 Meiningen • Bernhardstr. 5

 

Mitglied werden? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder per Post. Wir teilen Ihnen dann alles Notwendige mit.

 

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