Mitgliederversammlung 2017

Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Thomas Michel

 

Liebe Freundinnen und Freunde des Meininger Theaters,

wieder ist ein Jahr vergangen, in dem wir uns an vielem in unserem Theater freuen durften. Es gibt auch in diesem Jahr einen sehr interessanten Spielplan mit spannenden Stücken. Eine Wertung der laufenden Spielzeit verbietet sich in diesem Jahr besonders, weil wir wegen des frühen Termins der Mitgliederversammlung nur einen sehr geringen Teil der Premieren hinter uns haben. 

Im letzten Jahr habe ich gesagt: "Betrachtet man einmal die Produktionen der laufenden Spielzeit kann man meines Erachtens von einer der besten Spielzeiten der letzten Zeit sprechen." Das hat sich bewahrheitet. Selten war es so schwer, die Inszenierung des Jahres zu küren, mit der Lucia in der Inszenierung von Ansgar Haag ist es uns dann aber doch sehr überzeugend gelungen. Dabei gebührt dem Intendanten gleich mehrfaches Lob: die hohe Qualität der Inszenierungen insgesamt belegt eine hervorragende Spielplangestaltung und gelungene Engagements. Das wird auch dadurch belegt, dass vielen von uns die Wahl des Ulrich-Burkhardt-Preisträgers schwer gefallen sein dürfte, weil wir so viele hervorragende Leistungen gesehen haben. In einigen Minuten werden wir das Ergebnis wissen.

Geboten wird uns jedenfalls viel Abwechslungsreiches und Anregendes und das in einer traumhaften Qualität. Danke an das Theater!

Nun zum Verein:

In drei Vorstandssitzungen haben wir natürlich unsere Hausaufgaben gemacht und vieles beraten. Dem Theater haben wir den Crafter  - wie anlässlich unseres Jubiläums angekündigt  - übergeben können. Er hat knapp 28.000 € gekostet. Darüber hinaus haben wir die Beschaffung eines Bühnenklaviers beschlossen. In diesem Jahr werden wir der Festwoche zu Ostern, insbesondere der Neuinszenierung der Meistersinger, erheblich unter die Arme greifen.

Von großer Bedeutung sind auch immer die beiden Preise, die der Verein verleiht, zeigt es doch die große Verbundenheit der Mitglieder mit dem Theater. 

"Inszenierung des Jahres", war im letzten Jahr wie erwähnt Gaetano Donizettis "Lucia di Lammermoor“ in der Inszenierung von Ansgar Haag mit glanzvoller musikalischer Umsetzung, vor allem wieder durch Elif Aytekin in der Titelrolle. Den Ulrich-Burkhardt-Preis hatten Sie ja schon bei der Mitgliederversammlung 2016 an Hagen Bähr verliehen. 

In wiederum drei Rundbriefen habe ich versucht, Sie über das, was in Theater und Verein wichtig ist, auf dem Laufenden zu halten, damit auch die nicht Ortsansässigen gut informiert sind. 

Zwei Mal sind wir unter dem Motto „TheaterFreunde treffen …“ mit Künstlern ins Gespräch gekommen: mit Hagen Bähr als Preisträger und den beim Publikum sehr beliebten Sänger Stan Meus, ein Urgestein des Meininger Theaters.

Unsere Homepage ist vollständig überarbeitet und neu gestaltet worden. Wir haben auch den Provider gewechselt. Der neue gibt uns die Möglichkeit, ohne vertiefte Programmierkenntnisse die Seite ständig auf dem Laufenden zu halten. Ich hoffe, sie gefällt Ihnen so, wie sie jetzt ist. 

Bevor ich zum Dank an viele komme, die uns immer unterstützen noch eine ernste Anmerkung. Vielleicht haben Sie der Presse entnommen, dass sich einige Künstler des Theaters Gera-Altenburg entschlossen haben, ihre Engagements aufzugeben. Grund sind fremdenfeindliche Pöbeleien und Bedrohungen außerhalb des Theaterbetriebs. Das ist eine Entwicklung, die nicht nur den Betroffenen Angst macht, sondern auch uns alarmieren sollte. Jeder Mensch ob Künstler oder nicht, ob für unser Leben notwendig oder nicht, hat unseren Respekt verdient. Dazu kommt aber für uns Theater Begeisterte: ein einfacher Blick in unsere Besetzungszettel zeigt, dass unser Theater, so wie wir es lieben, ohne ausländische Künstler nicht denkbar ist. Kultur ist so welt-umfassend, dass das auch gar nicht zu wünschen wäre. Das muss uns immer bewusst sein, dafür sollten wir Flagge zeigen.

Ein Blick noch auf eine Diskussion, die hier in Thüringen und gerade in unserem Landkreis zu Zeit sehr intensiv geführt wird. Im Raum steht die Landkreisgebietsreform. Im Moment kann noch niemand sagen, ob und wie sie kommt. Ernsthaft müssen wir aber mit einer deutlichen Vergrößerung der Landkreise rechnen. Wir werden das genau beobachten müssen, denn die Gefahr, dass ein deutlich größeres Gebilde Landkreis den Bezug zu einem Theater in Meiningen verlieren könnte und in der Folge dessen auch zumindest langfristig Probleme für unser Theater auftreten könnten, ist nicht von der Hand zu weisen. Wir müssen wachsam sein.

Zum Schluss ist es Zeit, Dank zu sagen. Zuerst seien die vielen Spender erwähnt, an der Spitze die Rhön-Rennsteig-Sparkasse, die von Anfang an das Preisgeld für die „Inszenierung des Jahres“ zur Verfügung stellt und die Volksbank Raiffeisenbank, die den Ulrich-Burkhardt-Preis finanziert. Vielen Spendern, darunter auch einigen regelmäßigen, können wir immer wieder einmal auch persönlich danken, auch in dieser Spielzeit gab es schon eine solche Gelegenheit. 

Danke sagen möchte ich auch der Presse: Ohne Ihre Hilfe wäre es nicht möglich, unsere Anliegen so in die Öffentlichkeit zu transportieren, wie es nötig ist. An dieser Stelle passt auch ein großer Dank an die Pressereferentin des Theaters Dominika Mitrovic, die uns immer mit großer Ruhe, großem Einsatz und viel Übersicht unterstützt.

Ein herzliches Dankeschön natürlich auch an Sie als Mitglieder, die mit teilweise erheblichen Mitgliedsbeiträgen, aber auch mit Ihrer ideellen Unterstützung für unser Meininger Theater eintreten.

Großen Dank bin ich den Vorstandsmitgliedern schuldig, die alle gemeinsam die Arbeit des Vereins getragen haben. Horst Zoch hat als Schatzmeister eine große Extra - Aufgabe zu bewältigen. Claudia Leyh möchte ich besonders erwähnen. Sie ist diejenige, der wir die Homepage über Jahre hinweg zu verdanken hatten, und zwar nicht nur, was die Gestaltung betrifft, auch finanziell hat sie sich ganz erheblich eingebracht. Wer weiß, was so etwas üblicherweise kostet, kann ihren Einsatz nicht hoch genug einschätzen. Nun hat sie sich entschlossen, bei der Neuwahl nicht mehr anzutreten, was wir zu respektieren haben. Herzlichen Dank für den weit überdurchschnittlichen Einsatz und alles Gute für die Zukunft!

In den Ruhestand getreten ist unsere langjährige Verwaltungsdirektorin Regina Schwabe. Ich habe ihr im Vorstand für ihre große Unterstützung der TheaterFreunde gedankt, dem hat sich der Vorstrand angeschlossen und sie zum  Ehrenmitglied der TheaterFreunde ernannt.

Sehr große Unterstützung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit finde ich auch stets bei Frau Schramm, die die im Vorstand ja eigentlich nicht vorgesehene Aufgabe der Schriftführerin ausübt und sich auch sonst mit großem Einsatz um alles kümmert, was innerhalb des Theaters für uns erledigt werden muss. Frau Rutschik führt dankenswerter Weise unsere Mitgliederkartei im Theater, sodass Sie immer pünktlich Ihre Post von uns bekommen - jedenfalls soweit Sie uns über Adressänderungen informieren. Vielen Dank an Frau Rutschik. 

Dank möchte ich auch allen anderen Mitarbeitern des Theaters sagen, vom Intendanten und dem Verwaltungsdirektor bis zu den Schließerinnen, Garderobieren und Bühnenarbeitern; den Direktoren, dem sehr erfolgreichen Oberspielleiter, den anderen Regisseuren, Sängerinnen und Schauspielern, Sängern und Schauspielerinnen, der Hofkapelle, dem Chor, den Tänzern des Eisenacher Theaters. Sie bereichern unseren Alltag und helfen uns durch Abstand und Entspannung neue Ideen und Anregungen in unserem Leben zu gewinnen. Sie schenken uns Freude und Erhebung.

Es war wieder eine große Freude für uns Zuschauer und erfüllt uns mit großer Dankbarkeit, dass wir die Früchte Ihrer nicht leichten Arbeit genießen dürfen! 

 

Spendenkonten:

  • VOLKSBANK RAIFFEISENBANK RHÖN-GRABFELD EG: IBAN DE91 7906 9165 0000 4036 44 BIC GENODEF1MLV
  • RHÖN-RENNSTEIG-SPARKASSE: IBAN DE45 8405 0000 1706 0198 89 BIC HELADEF1RRS

Impressum (verantwortlich): Meininger TheaterFreunde e.V.
vertreten durch den Vorsitzenden Thomas Michel • AG Meiningen VR 178

98617 Meiningen • Bernhardstr. 5 • Fax 0 36 93 / 50 56 246

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